Bericht Konzertabend 2017


„Harmonischer Tanz quer durch Europa“

   Konzert des Auenheimer Musikvereins begeistert

 

      Am Samstagabend präsentierte der Musikverein »Harmonie« Auenheim den Zuhörern Tänze aus aller Welt. In der Auenheimer Mehrzweckhalle bereicherte das »Tub’aStraß Quartett« aus Straßburg die musikalische Unterhaltung.

     Eine musikalische Reise quer durch Europa stand beim Konzertabend der Harmonie Auenheim auf dem Programm. Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Elke Selzer setzte Dirigent Jean-Claude Eglin mit seinen Musikern klassische und moderne Tänze musikalisch um. Ob »Wiener Walzer« oder »Bolero«, der »Mährische Tanz Nr. 3« oder »Lord of the Dance« – die Akteure des Musikvereins zeigten eine große Bandbreite ihres Könnens.

     Damit auch eine Mehrzweckhalle für eine musikalische Umsetzung geeignet ist und zum Konzertsaal werden kann, dafür sorgte ein professionelles Equipment. Der Kehler Vollblutmusiker Gunnar Sommer verteilte an den unterschiedlichen Registern 40 Mikrofone und beschallte die Halle perfekt. Die Reise begann in der Sowjetunion 1942 mit Sätzen aus dem Ballett »Gayaneh« vom sowjetisch-armenischen Komponisten Arman Khatschaturian.

     Frankreich und Deutschland waren die nächsten Stationen. Beim Renaissance-Tanz von Tielman Susato aus dem 16. Jahrhundert war das feine und exakte Zusammenspiel zwischen Holz- und Blechinstrumenten ein Erlebnis, das man mit geschlossenen Augen besonders genießen konnte. Tschechien, Österreich und Rumänien waren weitere Zwischenstopps, bevor es in eine 20-minütige Pause ging.

     Danach eröffneten die mehrfach ausgezeichneten französischen Musiker Florian Spenle und Thibaud Fortin am Euphonium sowie Mathieu Fassel und Xavier Riss an der Tuba als »Tub’aStraß Quartett« den zweiten Teil des Abends. Die vier Franzosen entlockten ihren Instrumenten tiefste Töne auf höchstem Niveau und erhielten zurecht lang andauernden Beifall. Mit dem irischen »St. Patrick Dance« setzte die »Harmonie« ihre Europareise fort.

     Italien, Bulgarien, Ungarn und Spanien waren weitere Stationen, bevor der weltberühmte Sirtaki aus »Alexis Sorbas« die Besucher zum Mitschunkeln animierte. Der »Lord of the Dance« beendete standesgemäß 150 Minuten beste Unterhaltung auf hohem Niveau, bevor als Zugabe der jüdische Tanz »Bessarabyanke« die Zuhörer in die Nacht entließ.

Autor:   Udo Künster