Unser Dirigent

Jean-Claude Eglin und seine „Harmonie“ Auenheim

Im Februar 2002 übernahm Jean-Claude Eglin das Dirigentenpult des Musikvereins „Harmonie“ e.V. Auenheim.

Durch sein immenses Wissen als ausgebildeter Musiker und Musiklehrer mit Staatsdiplom, seiner umfänglichen Unser-dirigentErfahrung als Musiker auf nationalen sowie internationalen Bühnen und seiner Bildung im Bereich Kultur und Geschichte, kombiniert mit einer großen Kontaktfähigkeit und persönlicher Ausstrahlung konnte Jean-Claude Eglin das Orchester des Musikvereins Auenheim in den vergangenen Jahren zu einem sehr ausdruckstarken Blasorchester formen.

Seine musikalischen und persönlichen Kontakte zu der klassischen sowie Jazzmusik-Szene in Straßburg konnten bereits viele Konzerte des Musikvereins durch Gastauftritte befreundeter Musiker und Sängerinnen bereichern.

Durch sein motivierendes Wesen, das durch seine elsässischen Wurzeln französisch und deutsch geprägt ist, bringt Jean-Claude Eglin zusätzliche Stärken mit, aufgrund derer er bisher alle Ziele gemeinsam mit der „Harmonie“ Auenheim erreichen konnte.

Seit Jean-Claude Eglin der musikalische Leiter der „Harmonie“ Auenheim ist, gab es bereits einige musikalische Highlights, die unter seiner Leitung gespielt wurden.

Darunter zählt bestimmt das Eröffnungskonzert zur Landesgartenschau in Kehl im großen Zirkuszelt auf der französischen Seite des „Jardin des deux Rives“ gemeinsam mit dem Blasorchester Robertsau aus Straßburg, die musikalische Gestaltung des deutsch-französischen Gottesdienstes im Straßburger Münster sowie viele tolle Herbstkonzerte, bei denen die „Harmonie“ immer wieder hochkarätige Musiker als ihre Gäste begrüßen durfte, wie z. B. den 1. Trompeter des Basler Symphonieorchesters Mark Ulrich, den die „Harmonie“ bei dem Trompetensolo „Karneval in Venedig“ begleiten durfte.

Oder die französische Jazz-Sängerin Cecile Solin, die bereits zweimal von der „Harmonie“ begleitet wundervolle Titel in den Konzerten zum Besten gab. Der letzte Gast beim Herbstkonzert 2010 war die Trompeterin Andrea Anderlini, die im Straßburger Symphonieorchester Trompete spielt. Sie ließ sich von der „Harmonie“ beim Kornettsolo „Hole Britannia“ begleiten.

Jean-Claude Eglin´s beruflicher Werdegang

Bevor Jean-Claude Eglin die Musik zu seinem Beruf machte, absolvierte er nach bestandenem Abitur ein dreijähriges Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Fachrichtung „Internationaler Handel“ an der Handelshochschule Rene Cassin in Straßburg und erwarb das Staatsdiplom „Brevet de Technicien Superieur, Commerce International (Anglais, Allmand, Informatique).

Im Anschluss absolvierte Jean-Claude Eglin ein fünfjähriges Studium an der Musikhochschule „Conservatoire National de la Region de Strasbourg“ mit den Hauptfächern Posaune und Kammermusik, das er mit Erfolg beendete.

Nach erfolgreich bestandenem Studium belegte Jean-Claude Eglin ein weiteres Jahr diverse Meisterkurse beim Soloposaunisten des „Orchester Symphonique de Paris“ Yves Demarle und erhielt im Jahr 1990 vom französischen Kultusministerium das Diplom zum „Musiklehrer mit Staatsdiplom“ ausgehändigt. Nach Erhalt des Staatsdiploms übernahm er neben seiner Aktivität als Profimusiker hauptberuflich das Amt des Musiklehrers am „College Otfried“ und „Gymnasium Lycees Stanilas“ in Wissembourg. Dort unterrichtete Jean-Claude 12 Jahre lang Musik und leitete die Kinder- und Schulchöre der Schulen.

Im Jahr 2002 wechselte Jean-Claude Eglin die Fachrichtung und erwarb die Zertifikation „le concours d´enseignement national de Professeur Documentaliste Certifie“ (staatlich angestellter Lehrer im Fach Informations- und Kommunikationswissenschaften). Seitdem ist Jean-Claude Eglin hauptberuflich Lehrer am „College Hasensprung“ im elsässischen Bischwiller, wo er mittlerweile der Schulleitung angehört. Darüber hinaus ist Jean-Claude Eglin „conseiller pedagogique“ (Ausbilder der Lehrer) an der „Academie de Strasbourg“.

Jean-Claude Eglin´s musikalisches Wirken

Von 1988 bis 1998 war Jean-Claude Eglin 1. Posaunist im „Orchestre Regional de Jazz d´Alsace“ unter der Leitung von Bernard Struber. Mit dieser Formation nahm er während seiner 10-jährigen Zugehörigkeit an vielen Jazz-Festivals teil, u. a. in Straßburg, Mulhouse, Grenoble, Montpellier, Metz, Wien, Paris, Karlsruhe, Chemnitz, Amsterdam, Utrecht sowie Rotterdam.

Während seiner Zugehörigkeit zum Elsässischen Regionaljazzorchester spielte die Besetzung mit namhaften Jazzmusikergrößen wie dem Holländer Willem Breuker, den Amerikanern Ray Anderson, Archie Shep, Lavelle, dem deutschen Michael Riessler sowie dem Franzosen Louis Sclavis.

Von 1996 bis ins Jahr 2001 war Jean-Claude Eglin Posaunist im Ensemble für tiefes Blech „Cathedrale“ in Straßburg und von 2000 bis 2003 spielte er Posaune im „Euro Brass Quintett“, das ausschließlich aus Solisten des Straßburger Sinfonieorchesters und diplomierten Musiklehrern bestand.

2004 gründete er das „Strasbourg Brass Quintett“, dessen Leitung er bis heute inne hat. Mit dieser Bläserbesetzung, die sich ausschließlich aus Berufsmusikern zusammensetzt, tritt Jean-Claude Eglin mehrere Male im Jahr an renommierten Orten im Elsass und in Straßburg auf.

Jean-Claude Eglin und der Elsässische Blasmusikverband

Im Jahr 1998 bis ins Jahr 2000 wurde Jean-Claude Eglin vom elsässischen Blasmusikverband beauftragt, die Konzeption sowie die künstlerische und musikalische Leitung der Produktion der Doppel-CD „La grande Parade des Cuivres en direct du bord des Mondes“ durchzuführen. Diese musikalische Produktion, an der 40 junge Amateurblechbläser mitwirkten, wurde von der französischen Presse „Le Monde da la Musique“, „Liberation“, „Le Nouvel Observatuer“ sowie vom französischen Kultusministerium einhellig als große Referenz der Blechbläserpädagogik anerkannt.

Von 2000 bis 2002 beauftragte der Elsässische Blasmusikverband Jean-Claude Eglin erneut, in Zusammenarbeit mit dem europäischen Jugendprogramm „Pamina“ ein elsässisches Jugendorchester zu gründen und dessen musikalische Leitung zu übernehmen. Mit diesem Orchester und der Theatergruppe „Klecks“ aus Ettlingen in Baden Würrtemberg werden die Musicals „Titanic“ und „Drahtseilakt“ auf beiden Seiten des Rheins in Form einer deutsch-französischen Kooperation im Rahmen einer Tournee mehrmals erfolgreich aufgeführt.

Seit 2003 gibt Jean-Claude Eglin im Auftrag des elsässischen Blasmusikverbandes regelmäßig Dirigentenseminare und nimmt als Jurymitglied an nationalen Blasmusikwettbewerben teil.